Trainingscamp 2026 Report 4
Die Rams hatten am Donnerstag ihre letzte Trainingseinheit an der Loyola Marymount University. Sie kehren nun nach Woodland Hills zurück und bereiten sich auf die Preseason Spiele gegen die Chiefs, Saints und Chargers vor. Doch bevor die Spiele stattfinden gibt es noch einen Trainingscamp Report.
Blake Corum
Die Arbeit, die Runningback Blake Corum in der Offseason in seine Beweglichkeit und Geschwindigkeit investiert hat, dokumentierte er eindrucksvoll auf seinen Social Media Profilen. Doch was in der Social Media Welt gut aussieht, kann in der Realität genau das Gegenteil sein. Bei Blake Corum war dies nicht der Fall. Corums geleistete Arbeit zeigte sich deutlich auf dem Trainingsplatz. Schnelle und explosive Run Plays waren die fehlenden Elemente in einem sonst produktiven Laufspiel der Rams Offense.
Corum verriet in einem Interview nach dem Training, das er in der Offseason mit seinem Trainer aus Kindheitstagen, Kevin Johnson, gearbeitet hat. Die Trainingsphilosophie von Johnson konzentriert sich unter anderem auf das Nervensystem, Training ohne Schuhe und die Entwicklung von stabilen Sprunggelenken. Laut Corum seien es besonders die stabileren Sprunggelenkt und die verbesserte Explosivität seiner Muskeln. Dadurch kann er seine Füße schneller auf den Boden setzen und Richtungswechsel explosiver durchführen und dadurch schneller beschleunigen.
Mit diesen Aussichten kann man sich nur auf das Laufspiel der Los Angeles Rams freuen.
Stetson Bennett
Dank der Belastungssteuerung von Quarterback Matthew Stafford erhielten die Backup Quarterbacks Stetson Bennet und Ty Simpson viele zusätzliche Wiederholungen. Den mit Abstand größten Teil dieser Wiederholungen erhielt Stetson Bennett. Seine Trainingseinheiten waren immer wieder begleitet von Höhen und Tiefen. In der Einheit am Donnerstag warf er einen Pick Six auf Shaun Dolac. Bennett hatte praktisch in jeder Trainingseinheit mindestens einen solchen Turnover-würdigen Wurf. Er spielt risikofreudig- etwas, das man im Training eher verkraften kann als in einem echten Spiel.
Doch nicht nur negative Plays begleiteten Bennett. Unter Druck rollte er nach rechts Richtung Seitenlinie und warf den Ball perfekt in den Lauf von Rookie Wide Receiver CJ Daniels, welcher ein First Down erzielte. Diese beiden Plays stehen sinnbildlich für Bennetts Trainingslager.
Wenn der Plan darin besteht, Rookie Quarterback Ty Simpson ihn in diesem Jahr hauptsächlich zuschauen zu lassen, wird es sich zeigen müssen, ob die Rams ausreichend gut aufgestellt sind. Angesichts von Stafford Alter und den gesundheitlichen Risiken kann das in einer Saison, in der der Super Bowl im heimischen SoFi Stadium das klare Ziel ist, noch zu einem wichtigen Thema werden. (Hoffen wir das Beste)
Verletzungen
Die vielleicht beste Nachricht aus diesem Trainingslager ist das die Los Angeles Rams weitgehend ohne größeren Verletzungen geblieben sind. (An dieser Stelle mal auf Holz geklopft)
Andere Teams wie die Carolina Panthers oder die Division Rivalen aus Santa Clara hat es deutlich schlimmer erwischt. Die Panthers haben, noch bevor die Saison losging, mehrere wichtige Spieler für die gesamte Saison verloren. Bei den 49ers haben ganze 20 Spieler zuletzt im Training gefehlt. Auf der einen Seite mag es Glück sein, aber auf der anderen Seite zeigt es, wie vorsichtig Headcoach Sean McVay und der Medical Staff mit der Belastung der Spieler umgehen. Davante Adams bekam gezielt Ruhetage. Als Myles Garrett leichte Beschwerden verspürte, ließen ihn die Rams gleich vier Trainingseinheiten aussetzen.
Einzig Tight End Davis Allen erlitt eine Oberschenkelverletzung, die dafür sorgt, dass er einige Zeit verpassen wird. Wenn man bedenkt, dass es die Rams hier auf einer ihren tiefesten Positionen trifft, durch aus verschmerzbar. Guard Justin Dedich konnte bisher gar nicht trainieren, nachdem er sich deutlich vor dem Trainingscamp an der Hand verletzt hat. Im Grunde war es das auch schon, was Verletzungen betrifft.
Safety Kam Curl sagte über Sean McVays Umgang mit seinen Spielern:
„Er weiß, was wir durchmachen. Er hat schon mit so vielen Elite-Spielern gearbeitet, dass er genau weiß, was nötig ist und wann man sich lieber etwas zurückhalten sollte. Gleichzeitig weiß er aber auch, wann es Zeit ist, voll aufs Gaspedal zu treten. Er kümmert sich um uns.“
„Dieses Camp war einfach großartig. Die Art und Weise, wie er es organisiert und führt, zeigt, wie sehr er auf uns achtet. Unsere Aufgabe ist es jetzt einfach, hart zu arbeiten, damit das auch so bleibt. Ich habe schon Situationen erlebt, in denen es genau das komplette Gegenteil war.“

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