WILD CARD
11.01.26
@
Bank of America Stadium
Charlotte,North Carolina

PLAYOFFS, Baby! Zeit die Raubkatzen zu zähmen!

18 Wochen voller Nervenkitzel, Drama, einigen Litern Doppelherz und dem ein oder anderem Jubelschrei liegen hinter uns. Es gab einiges an Höhen aber auch, grad in den letzten Wochen, einige Tiefen!

Doch jetzt ist es endlich so weit: PLAYOFFS! Die Zeit in der "hätte, wenn und aber" nicht mehr zählt! Jetzt gilt es, keine Fehler mehr zu machen und jedes Spiel an das absolute Maximum zu gehen!

Nachdem es lange so aussah, als könnten unsere Rams die Wildcard-Round gemütlich im warmen Los Angeles bei einem isotonischen Kaltgetränk anschauen, müssen sie nun doch ran und das auch noch auswärts.

In Charlotte!

Ja, richtig gehört, die erste Hürde auf dem Weg in den Super Bowl sind die Carolina Panthers!

Hätte man Geld darauf gesetzt, dass wir die Raubkatzen noch ein zweites Mal in dieser Saison in ihrem Käfig besuchen, dann wäre man vermutlich sehr schnell ziemlich reich geworden! Denn auch wenn sie unsere Rams in der regulären Saison bezwingen konnten, war die Saison kein Meisterwerk von Bryce Young und Co.
Am Ende fragt danach aber niemand mehr, denn nun gehen sie los, die Spiele um Erfolg, Ehre und nie endenen Ruhm!

Über die Panthers:

Division: NFC South

Record: 8-9

Standing: 1st

Key Players: QB Bryce Young, RB Rico Dowdle, RB Chuba Hubbard, WR Tetairoa McMillan, LB Chris Rozeboom, DE Derrick Brown

Die Offense der Panthers:

Die Offense ist vermutlich das, was man in der Fachsprache "gar nicht mal so gut" nennt. Mit ihren 5.025 Total Yards stehen sie nur auf Platz 27 ligaweit. Dies sind nur etwa 500 Yards mehr, als MS9 allein durch die Luft erzielt hat.

Aber wie wir in Week 13 schmerzhaft feststellen mussten, ist der ehemalige 1st overall Pick Bryce Young immer für eine Explosion gut. In besagter Woche dirigierte er seine Offense immer wieder sauber übers Feld. Dazu funktionierten mit Chuba Hubbard und Rico Dowdle beide RB. Doch genau das ist die große Gefahr bei unseren kommenden Gegnern.

Man weiß nie, was man bekommt...

Mal eine Offense, die ordentlich produktiv ist und mal eine, die nicht ansatzweise weiß wie man "produktiv" schreibt.

Mit Rookie WR Tetairoa McMillan hat Young zum Beginn der Saison eine starke Waffe an die Hand bekommen, seine 1014 Receiving Yards sind ein sehr ordentlicher Beweis dafür.
Erwähnen sollte man aber auch, dass im Depth Chart danach nicht mehr viel kommt. Weder Jalen Coker noch Xavier Legette haben es geschafft, die 400 Receiving Yards zu knacken. Der viertbeste Passempfänger ist mit 297 Yards RB Rico Dowdle.

Im Rungame der Mannen aus Carolina gab es zum Beginn der Saison eine Ergänzung die sich absolut ausgezahlt hat. Sein Name ist in diesem Artikel bereits erwähnt wurden.

Das Frontoffice verstärkte den RB-Room mit Rico Dowdle!

Ein Mann der bis dato eher als Rollenspieler und ordentlicher Ersatz galt. In dieser Saison gelang ihm dann aber der Breakout!
Über 1000 rushing Yards und die bereits erwähnten knapp 300 receiving Yards spiegeln seine wichtige Rolle in der von Brad Idzik koordinierten Offense wieder!

Wenn ein RB wie Rico Dowdle plötzlich so gut performt und der bereits abgeschriebene (letzte Saison war er schon gebencht) Bryce Young sein Team zum ersten Mal seit 2017 wieder in die Playoffs führt, muss eine Frage erlaubt sein:

Was ist mit der Offensive Line?

Diese trägt einen großen Anteil am Aufschwung. Zwar gehört sie noch nicht zur Elite der Liga, aber sie mausert sich zu einem elementaren Teil und einem wichtigen Puzzlestück.
Nur als Referenz: In Week 13 konnten unsere Rams nur 2 Sacks verbuchen.

Die Panthers Defense:

Ja, die Defense...

In Week 13 beendeten sie die "Ich werfe keine Interception" - Serie von Matthew Stafford krachend mit 2 abgefangenen Bällen, wovon einer als Pick Six zurückgetragen wurde.

Das steht an sich auch sinnbildlich für diese Defense.

Denn während sie mit Jaycee Horn (5 Int.) und Mike Jackson (4 Int.) zwei Jungs in den Top 10 der Stat-Leader dieser Kategorie haben, taucht bei den Sacks nicht einer in den Top 50 auf. Mit fünf vollendeten Sacks führt Derrick Brown intern diese Liste an.

Am Rande ist auch ein ehemaliger Ram zuerwähnen: LB Christian Rozeboom hat eine gute Rolle bei den Panthers eingenommen und auch gelernt, Tackles zu setzen, 122 davon sind ein ordentlicher Wert.

Eine wichtige Kategorie also gut, die andere eher schwach.

Das macht nach Adam Riese?
Richtig, eine durchschnittliche Defense!

Immerhin aber eine durchschnittliche Defense die sich in den relevanten Ranglisten nach oben orientiert.
Was diese Unit, gelenkt von DC Ejiro Evero, in einem Playoffgame abliefert werden wir am kommenden Samstag sehen. Der Durchschnitt war in Week 13 jedenfalls ausreichend um unsere Jungs ordentlich auszubremsen.

Injury Report

Die wichtigsten Matchups:

Matthew Stafford vs. Panthers-Secondary

2 Interceptions, davon ein Pick Six!
Solch eine Performance wie im Aufeinandertreffen in der regular Season darf sich nicht wiederholen. Sonst geht unsere hochgelobte Offense schneller in die Knie, als gedacht.

MS9 muss die Fäden des Handelns wieder fest in die Hand nehmen und Puka und Co. sauber tanzen lassen, gelingt ihm dies, wird sich seine individuelle Klasse sicherlich durchsetzen!

Der Rams Passrush vs. Bryce Young

Bryce Young ist mobil, aber er wird ungenau, wenn er stress bekommt!
Daher müssen Jared Verse und seine Partner in der Line alles daran setzten die O-Liner zu schlagen und ihre Hände an den QB zu bekommen.
Gelingt dies, steht einem weiteren Playoffspiel nichts im Weg.

Die Rams vs. ihr eigenes Momentum

Die letzten Wochen (angefangen mit dem vierten Viertel im Game gegen die Seahawks) waren für jeden, der es mit den Jungs aus Los Angeles hält, ganz schwere Kost.
Die Offense ohne Rhytmus, die Defense ohne Zugriff!
Viele schlechte Entscheidungen und am Ende keine guten Ergebnisse.
Auch im letzten Spiel gegen die Cardinals sah es lange Zeit nicht gut aus. Erst zum Ende bekam das Ergebnis den gewünschten Trend.

So kurz vor den Playoffs ging das "Mojo" also etwas verloren, kein guter Zeitpunkt aber auch keine Katastrophe.
Einige wichtige Ausfälle haben den Spielfluss ordentlich ins Stottern gebracht und waren sicherlich nicht ganz unschuldig an dieser Situation.

Schafft man aber mit dem guten Gefühl aus dem Spiel gegen Arizona jetzt den Turnaround, ist es definitiv nicht zu spät!

Fazit

Wie am Anfang erwähnt: Es zählen keine Ausreden mehr! Jetzt gilt es!

Daher muss man als Team der Los Angeles Rams alles daran setzen, die Carolina Panthers aus ihrem Stadion zu fegen!

Klar hat man in der Regular Season verloren. Natürlich ist Bryce Young immer für eine Überraschung gut.

Aber das darf ab Samstag in den Köpfen keine Rolle mehr spielen.
Ein "One and Done" ist keine Option, verliert man am Ende dieses Game, muss man einiges hinterfragen...

Das gute Gefühl der letzten Momente im Cardinals Game und der Faktor, dass Adams und Lake aus ihren Verletzungen zurückkehren, muss reichen, um einem durchschnittlichen Panthers-Team seine Grenzen aufzuzeigen.
Will man wirklich ein Wörtchen um die Lombardi-Trophy mitreden, dann sollte man das anstehende Wildcard-Game nutzen um ein Statement zu setzen.

Am Samstag ab 22:30 Uhr gilt:

FOCUS ON NOW! Let's go RAMS!